nVidia-Treiber unter openSUSE

Manchmal funktioniert die Grafik unter einer Defaultinstallation von openSUSE einfach nicht vernünftig. Entweder ist die Auflösung einfach zu gering und läßt sich nicht einstellen oder es gar keine Grafik außer der Konsole da.

In beiden Fällen kann helfen, den (proprietären) nVidia-Treiber zu installieren. Leider ist die Installation etwas holprig.

Hilfe bietet erst einmal openSUSE selbst an: http://de.opensuse.org/SDB:NVIDIA-Treiber. Wem das nicht zu technisch, bekommt hier die richtigen Informationen und kann sich mittels One-Click-Install das richtige Repo eintragen lassen. Damit ist der Weg schon vorgegeben, den richtigen nVidia-Treiber zu installieren.

Für Verwirrung sorgt immer, welcher der Treiber nun der Richtige ist. Wenn man weiß, wie die Karte heißt und man Glück hat, ist sie bei nVidia gelistet: http://www.nvidia.com/object/unix.html. Meist muss man nur ungefähr wissen, wie alt die Karte ist. Die angebotenen RPMs unterstützen eine Vielzahl von Kartenmodellen.

Wer schon weiß, was er braucht, kann sein Repo über http://de.opensuse.org/Paket_Repositorys#Propriet.C3.A4re_NVIDIA-Grafik-Treiber gleich selbst einbinden und gibt diesem Repo eine niedrigere Prioritätsnummer. Damit hat es die höhere Priorität und die Pakete geraten nicht in Konflikt mit denen, die den nouveau-Treiber enthalten. Dieser ist die OpenSource-Implementation des Grafiktreibers.

Sollte beim Umschalten auf den nVidia-Treiber etwas schief gehen: Es einfach mit einer weiteren Installation versuchen. Hat schon geholfen, auch wenn es dafür keine Erklärung gibt.

Wenn die Hürde genommen ist und die Auflösung immer noch nicht stimmt, eine Rootshell öffnen und nvidia-settings eingeben. Nun wird ein grafisches Konfigurationstool gestartet, das komfortablen Zugang zu allen Einstellungen bietet. Wenn die Konfiguration einen Neustart überlebt wird in Zukunft wohl alles ohne Stress weiter funktionieren und auch alle Kernelupdates überleben.